Homeoffice: Vom Fluch zum Segen 

von Veronica Hartl

Homeoffice – kaum vergeht zurzeit ein Tag, an dem man nicht mit dem Wort konfrontiert wird. Für die einen handelt sich es eher um einen Fluch, für die anderen um einen Segen.  

Klar, das Ganze hört sich im ersten Moment ja auch himmlisch an: Keine KollegInnen die eventuell nerven, den ganzen Tag im Bett liegen, die Hausarbeit, die sonst liegen bleibt nebenbei erledigen – all das kann jetzt Wirklichkeit werden.  

Andererseits können wir uns nicht mehr so leicht von KollegInnen helfen lassen, können leicht abgelenkt werden und manchmal wird „nebenbei Hausarbeit erledigen“ zu einem Tag voller putzen. 

Du kennst die ganzen Probleme und kannst die Liste sogar fortsetzen? Oder du willst dich einfach in der Arbeit zuhause verbessern und produktivereffizienter und effektiver werden? Dann ist dieser Blogeintrag genau richtig für dich.  
Hier haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die dir helfen können, besser im Homeoffice zu arbeiten. 

Homeoffice - You got this

Arbeitsmodus – Arbeitswas?  

Hast du schon einmal vom Arbeitsmodus gehört? Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Unser Gehirn kann in verschiede „Modi“ schalten. Diese sind dafür da, Dinge, die wir regelmäßig tun, so gut wie möglich auszuführen.  

Dazu gehört auch der Arbeitsmodus: Dieser ist dafür zuständig, dass du eben gut arbeiten – also dich konzentrieren und Aufgaben bewältigen – kannst. 

Aber wie aktivierst du nun diesen Modus? Ebenfalls kein Problem, in der Theorie zumindest. 
Du musst deinem Gehirn einfach so gut wie möglich signalisieren, dass jetzt Zeit zum Arbeiten ist.  

Dabei spielen Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit setzen eine große Rolle oder das Umfeld möglichst so gestalten, wie es in der Arbeit auch ist.  
Keine Sorge, auch diese Dinge sind in den weiteren Tipps aufgegriffen. 

Vor dem Arbeitsbeginn 

Morgens Durchatmen bewirkt Wunder

Es fällt dir auch so schwer, dich erstmal aus dem Bett zu quälen und dann gleich zu arbeiten? Da gibt es eine ganz einfache Lösung: Tu es nicht. 

Lass deinen Wecker zur gewohnten Zeit klingeln und komm erstmal im Tag an. Trink in Ruhe einen Kaffee, mach Yoga, geh spazieren oder streck einfach nur für fünf Minuten deinen Kopf aus dem Fenster.  

Da zurzeit auch der Arbeitsweg wegfällt, hast du jetzt mehr Zeit in der Früh denn je.  

Also werde erstmal in Ruhe wach, sammle deine Energie und dann greif an! 

Arbeitskleidung 

Es wird oft geraten, dass man sich in der Arbeitszeit zu Hause genauso kleiden soll wie im Büro. Das macht auch Sinn, denn je mehr du die Situation daheim der im Büro anpasst, desto besser kommt dein Gehirn in den „Arbeitsmodus“. 

Dennoch ist das alles nicht so allgemeingültig wie man denkt. Manche arbeiten besser in Jogginghosen, manche im Anzug.  

Hier gilt: Probieren geht über Studieren. 

Versuch es einfach. Setze dich einmal mit deinem ältesten Gammel-Shirt, das aber so viele Erinnerungen festhält, du es deshalb nie wegschmeißen würdest und es immer noch gern trägst, an deinen Arbeitsplatz und einmal in deiner typischen Arbeitskluft. 
Dann zieh eine ehrliche Bilanz und behalte die Version bei, die für dich besser funktioniert hat.  

Wichtig: Bei Telefon-/ Videokonferenzen ist es natürlich ratsam, den sichtbaren Teil von dir angemessen zu kleiden.

Arbeitsplatz

Zusätzlich, so verlockend es auch sein mag, versuche nicht im Bett zu arbeiten. Dein Bett ist für dein Privatleben da.  

Und glaub mir, du wirst es auch noch dafür brauchen – zum Weinen, weil schon wieder etwas nicht geklappt hat oder zum Ärgern, weil dein/e KollegIn dir schon wieder nicht rechtzeitig zugearbeitet hat. Dein Bett ist für dich da.  

Arbeite nicht im Bett

Aber darin zu arbeiten ist eine schlechte Idee. Denn so kommst du weder richtig in den Arbeitsmodus noch verlässt du ihn ganz. Ergo bist du permanent in einer leichten Stresssituation. Das wiederum wirkt sich auf deinen Schlaf aus – und der ist wichtig, ob Homeoffice oder nicht. 

Am besten wählst du einen Platz, an dem du deine Ruhe hast und die Tür schließen kannst. Wenn das die Wohnung nicht hergibt, nutze eine Stellwand zur Abgrenzung  oder verhänge den Arbeitsplatz mit Tüchern oder Ähnlichem. Diese physische Barriere hilft uns wieder, zwischen dem Arbeitsmodus hin und her zu switchen.   

Damit du dich besser konzentrieren und allgemein besser arbeiten kannst, ist es besser, wenn dein Arbeitsplatz sauber und ordentlich ist. 

Ein ordentlicher Arbeitsplatz fördert den Fokus

Erledige zuerst ein paar Aufgaben in deinem Job – es müssen auch nicht sehr viele oder besonders anspruchsvoll sein – und dann beseitige das Chaos von gestern. 

So bist du schonmal im Arbeitsmodus und es sollte dir leichter fallen, danach wieder konzentriert weiter zu machen.  

Konzentration 

Am Arbeitsplatz zu Hause fallen einem alle Dinge ein, die noch zu erledigen sind – und natürlich haben die nichts mit der Arbeit zu tun. Hände hoch, wer kennt's?  

Die Spülmaschine ist noch nicht ausgeräumt, das Bad könnte eigentlich auch mal wieder geputzt werden und was gibt es heute eigentlich zum Abendessen?  

Hier gibt es eine kleine Abhilfe: Öffne ein Word-Dokument oder leg dir einen Notizzettel an. Immer wenn dir eines dieser Dinge einfällt, schreib es dort auf. Dann leg den Zettel weg oder minimiere dein Dokument, damit du es nicht die ganze Zeit anstarrst. 

So vergisst du nicht, was du tun wolltest und du weißt, dass du dich darum gekümmert hast oder dich darum kümmern wirst.  

Wenn du fertig mit deiner Arbeit bist, kannst du die Liste zu Rate ziehen. Und siehe da, wahrscheinlich war etwa die Hälfte nicht wichtig. Das Nötige erledigst du dann – nur eben nach Feierabend

Pausen 

Pausen sind wichtig und gut. Sie helfen uns, uns wieder zu fokussieren. Das wiederum macht unsere Arbeit effektiver und effizienter

Also finde für dich heraus, wie lange du dich gut konzentrieren kannst und plane danach. Wenn du zum Beispiel merkst, dass du nach einer halben Stunde immer abschweifst dann plane nach einer halben Stunde eine fünfminütige Pause ein.  

Steh auf, schlendere ein bisschen durch die Wohnung oder erledige ein kurzes Telefonat, das nichts mit der Arbeit zu tun hat. Wichtig ist, sich danach aber wieder in den Arbeitsmodus zu bringen. Nur dann ist eine Pause sinnvoll.  

Der Mittagsspaziergang bringt neue Kräfte

Auch die Mittagspause solltest du nutzen. Natürlich ist „ausreizen“ eine schlechte Idee. Halte dich hier an die Zeit, die du auch in deiner Arbeit gewöhnlich brauchst

Das heißt: In Ruhe etwas essen, vielleicht draußen spazieren gehen und frische Luft schnappen – das alles lässt dich wieder zu neuen Kräften kommen. So kannst du dann wieder konzentriert und produktiv weitermachen. 

Mach deine Pausen am besten nicht am Arbeitsplatz. Hier kommen wir wieder zum Thema Distanz aufbauen. Gönn deinem Gehirn eine kleine Pause vom Arbeitsmodus. Das wird dir nur guttun.  

Rituale 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Deshalb sind Rituale essenziell für uns. Es fällt uns zwar schwer, neue Rituale aufzubauen, aber wenn wir einmal eines etabliert haben, fällt es uns dafür umso leichter diesem zu folgen.  

 
Die Sportfreunde kennen das bestimmt. Wer mit dem Joggen anfängt, tut sich in den ersten drei Wochen schwer, wirklich konstant jeden Tag rauszugehen und zu laufen. Danach hat sich das aber eingespielt – und es fehlt sogar, wenn das Joggen ausfällt.  

Also wieso nutzen wir die Macht der Rituale nicht auch für unsere Arbeit zuhause?  
Feste Arbeitszeiten helfen definitiv. Oder das „Daily“-Meeting mit den KollegInnen um einander auf dem neusten Stand zu halten. Auch hier hat jeder seine eigenen Fixpunkte.  

Auch interessant ist die Methode des Orientierungs- beziehungsweise des Desorientierungsrituals. Dieser Ansatz wird oft in der Therapie für Burnoutpatienten eingesetzt. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch Leuten ohne Burnout helfen kann.  

Ein Orientierungsritual ist etwas, das dich in der Arbeit ankommen lässt. Dieses Ritual führst du an jedem Tag als erstes in deiner Arbeitszeit aus. Es sollte dich in deiner Arbeit weiterbringen.  

Ein Beispiel ist, sich jeden Morgen eine To-Do-Liste mit den heute zu schaffenden Tasks anzulegen. Hier kannst du die einzelnen Aufgaben gerne priorisieren: Beispiele für Kategorien sind „wichtig“, „sollte heute erledigt werden“ und „nice to have“. 

So eine To-Do Liste hilft auch, den Tag besser zu strukturieren. Außerdem kannst du am Ende des Tages gut mitverfolgen, was und wieviel du geschafft hast. Das wiederum kann gegen das „Jetzt habe ich heute schon wieder nichts geschafft“-Gefühl helfen, dass sich öfter mal einstellt.  

Ein Desorientierungsritual hilft uns dabei, eine klare Grenze zu ziehen. Es ist also das Gegenteil eines Orientierungsrituals und hilft uns somit, aus der Arbeit wieder herauszukommen und uns zu entspannen.  

Ein Beispiel hierfür kann sein: Wenn du mit der Arbeit fertig bist, ziehst du deine Jogginghose an.  
Das signalisiert deinem Gehirn, dass die Arbeit jetzt vorbei ist und dass vom Arbeitsmodus in den Entspannungsmodus gewechselt werden kann.  

Last but not least … 

Was am allerwichtigsten ist, ist sich selbst zu belohnen. Das meiste Lob, dass du für deine Arbeit bekommst wird schlichtweg aus dem Grund wegfallen, da keiner physisch vor Ort ist. Also gönne dir ruhig mal ein Stück deiner Lieblingsschokolade oder höre deine Lieblingsmusik.  

Gemeinsam einsam - Einander helfen

Gerade ist für uns alle eine turbulente Zeit, da ist es umso wichtiger, auf sich selbst zu achten.  

 
Aber es ist auch die Zeit, um an andere zu denken. Also seid gemeinsam einsam. Vergiss deine KollegInnen nicht und setzt trotzdem digitale Meetings an oder erkundige dich über eure Chattools, wie es ihnen geht. Oder rufe in einer längeren Pause mal deine Oma oder deinen Opa an. 

Wenn wir zusammenhalten und uns unterstützen, können wir das schaffen. Oder in den Worten des Helden einer bekannten Kinderserie: Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das! 


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